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Umlufthaube mit Aktivkohlefilter: Typische Anzeichen für den Filterwechsel

Erfahren Sie, wie Sie einen gesättigten Aktivkohlefilter in der Dunstabzugshaube erkennen und ihn mit einfachen Schritten fachgerecht austauschen.

Umlufthaube mit Aktivkohlefilter: Typische Anzeichen für den Filterwechsel

Eine Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb ist auf die physikalische Kraft von Aktivkohle angewiesen, um Küchengerüche effektiv zu binden. Ist die Aufnahmekapazität des Filters erschöpft, verbleiben Kochdünste und Fettmoleküle ungehindert im Raum, was sich schnell an typischen Symptomen erkennen lässt.

Die Funktionsweise der Aktivkohlefiltration

Im Gegensatz zu Abluftsystemen arbeiten Umlufthauben mit einem geschlossenen Kreislauf. Der Aktivkohlefilter fungiert hierbei als chemisch-physikalische Reinigungsstufe hinter dem mechanischen Fettfilter. Aktivkohle besitzt eine hochporöse Struktur mit einer extrem großen inneren Oberfläche. Ein einziges Gramm dieses Materials kann eine Oberfläche von weit über 1000 Quadratmetern aufweisen.

Die Geruchsbeseitigung basiert auf dem Prinzip der Adsorption. Dabei lagern sich gasförmige Geruchsstoffe (flüchtige organische Verbindungen) an den Wänden der Mikroporen an und werden dort durch physikalische Wechselwirkungskräfte (Van-der-Waals-Kräfte) festgehalten. Dieser Prozess ist jedoch physikalisch begrenzt: Sind alle Poren besetzt, tritt ein Sättigungseffekt ein, und die Filterleistung sinkt schlagartig.

Fünf klare Anzeichen für einen fälligen Filterwechsel

Um den optimalen Zeitpunkt für den Austausch nicht zu verpassen, sollten Sie auf folgende Veränderungen achten:

  • Anhaltende Küchengerüche: Wenn intensive Gerüche von Fisch, Zwiebeln oder Fett selbst Stunden nach dem Kochen noch deutlich in der Raumluft wahrnehmbar sind, ist die Adsorptionskapazität erschöpft.
  • Fettablagerungen auf Möbeln: Ein gesättigter Filter blockiert den Luftstrom. Der aufsteigende Wrasen prallt ab und verteilt sich mitsamt den feinen Fettpartikeln auf den Küchenoberflächen.
  • Verändertes Betriebsgeräusch: Muss der Lüftermotor gegen einen verstopften Filter anarbeiten, erhöht sich der Strömungswiderstand. Das Gerät klingt oft lauter oder arbeitet ungleichmäßig.
  • Sichtbare Verschmutzung: Wenn sich auf dem Gewebe hinter dem Fettfilter eine dicke, staubig-fettige Schicht gebildet hat, ist der Luftdurchsatz massiv gestört.
  • Feuchtigkeitsstau: Bleibt die Luft im Bereich der Haube ungewöhnlich feucht und kondensiert sofort an den Gehäuseteilen, deutet dies ebenfalls auf eine Blockade hin.

Anleitung: Den Filter fachgerecht austauschen

Der Austausch des Filters erfordert eine strukturierte Vorgehensweise, um eine optimale Passung und Funktion zu garantieren.

Schritt 1: Netztrennung und Vorreinigung

Trennen Sie das Gerät vor jedem Eingriff aus Sicherheitsgründen vom Stromnetz. Entfernen Sie zuerst die äußeren Fettgitter aus Metall. Diese sollten gründlich gereinigt werden, bevor der neue Kohlefilter eingesetzt wird. Verwenden Sie heißes Wasser und ein fettlösendes Reinigungsmittel, da ein verstopfter Fettfilter auch den neuen Aktivkohlefilter schnell beschädigen würde.

Schritt 2: Ausbau und Einbau

Entriegeln Sie die Halterungen des alten Kohlefilters. Je nach Modell handelt es sich um flache Filtermatten oder feste Kunststoffkassetten. Halten Sie den Filter beim Herausnehmen waagerecht, um das Austreten von Kohlenstaub zu vermeiden. Setzen Sie das Ersatzteil passgenau in die Führungen ein. Achten Sie auf einen dichten Sitz an den Rändern, damit die Luft nicht ungefiltert am Kohlebett vorbeiströmt.

Regenerierbare Filter als Alternative

Neben Einweg-Aktivkohlefiltern gibt es regenerierbare Ausführungen (Long-Life-Filter). Diese bestehen aus einer thermisch stabilen Kohlemischung. Sie können im Backofen bei etwa 100 bis 130 Grad Celsius für zwei Stunden regeneriert werden. Durch die Hitze lösen sich die adsorbierten Geruchsmoleküle (Desorption) und der Filter wird wieder einsatzbereit.