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Wie man das Dröhnen von PC-Lautsprechern mit Subwoofer reduziert

Erfahren Sie, wie Sie störendes Subwoofer-Dröhnen am PC durch optimale Positionierung, mechanische Entkopplung und Frequenzfilterung beheben.

Wie man das Dröhnen von PC-Lautsprechern mit Subwoofer reduziert

Ein unangenehmes Dröhnen oder Wummern des Subwoofers stört nicht nur den Musikgenuss, sondern ermüdet auch das Gehör beim Arbeiten am PC. Die Ursache liegt meist in der unkontrollierten Ausbreitung von Schallwellen im Raum und der mechanischen Schwingungsübertragung auf Möbel oder Böden.

Die Physik des Dröhnens: Raummoden und Resonanzen

Tiefe Frequenzen besitzen lange Schallwellen. Ein Ton mit einer Frequenz von 80 Hz hat beispielsweise eine Wellenlänge von über vier Metern. Wenn diese Wellen zwischen parallelen Wänden reflektieren, überlagern sie sich. Es entstehen sogenannte stehende Wellen oder Raummoden. An bestimmten Stellen im Raum führt dies zu einer extremen Pegelanhebung – dem typischen Dröhnen. Besonders in den Raumecken verdichtet sich der Schalldruck durch den akustischen Grenzflächeneffekt. Wird der Subwoofer direkt in eine Ecke oder zu nah an eine Wand gestellt, verstärkt sich dieser Effekt drastisch. Um dies zu verhindern, sollte der Tieftöner mindestens 30 bis 50 Zentimeter von jeder Wand entfernt positioniert werden.

Mechanische Entkopplung: Körperschall effektiv stoppen

Ein Subwoofer erzeugt nicht nur Luftschall, sondern gerät durch die Bewegung der internen Membran auch selbst in mechanische Schwingung. Steht das Gehäuse direkt auf einer harten Oberfläche wie Laminat, Parkett oder einer Schreibtischplatte, überträgt sich dieser Körperschall direkt auf das Möbelstück oder den Fußboden. Diese Flächen wirken dann wie ein riesiger Resonanzkörper. Zur Lösung dieses Problems nutzt man zwei Prinzipien der Materialwissenschaft:

  • Entkopplung: Durch elastische Materialien mit hoher innerer Dämpfung wie Gummiabsorber oder Verbundschaum wird die physikalische Brücke zwischen Subwoofer und Boden unterbrochen. Die Schwingungsenergie wird im Elastomer in Wärme umgewandelt.
  • Ankopplung: Bei dicken Teppichböden können spitze Metallkegel (Spikes) verwendet werden. Sie konzentrieren das Gewicht auf minimale Punkte, um das Gehäuse starr an die schwere Bodenmasse anzubinden und Gehäusevibrationen zu minimieren.

Die optimale Positionierung mit der Kriechmethode

Die Platzierung direkt auf dem Schreibtisch ist für Subwoofer fast immer ungeeignet, da die Tischplatte als Resonanzboden fungiert. Auf dem Fußboden ist der Tieftöner besser aufgehoben. Um den akustisch optimalen Ort im Raum ohne teures Messwerkzeug zu finden, hilft ein akustischer Umkehrtrick, die sogenannte Kriechmethode:

Stellen Sie den Subwoofer provisorisch genau auf Ihre normale Sitzposition, beispielsweise auf den Bürostuhl. Spielen Sie ein Musikstück mit einer gleichmäßigen, tiefen Basslinie ab. Bewegen Sie sich nun auf Händen und Knien auf dem Fußboden durch den Raum und lauschen Sie, wo der Bass am saubersten, knackigsten und ohne Dröhnen klingt. Genau an dieser Stelle auf dem Boden sollte der Subwoofer dauerhaft platziert werden, da hier die Raumresonanzen physikalisch am wenigsten angeregt werden.

Frequenztrennung und Equalizer-Einsatz

Viele kompakte PC-Lautsprechersysteme trennen die Frequenzen zwischen den kleinen Satellitenboxen und dem Subwoofer fehlerhaft. Wenn der Subwoofer zu hohe Frequenzen über 120 Hz wiedergibt, wird er akustisch ortbar und neigt im Grundtonbereich zum störenden Wummern. Über die Audio-Einstellungen des Betriebssystems oder der Soundkarte sollte die Trennfrequenz (Crossover) präzise definiert werden. Ein bewährter Richtwert für kleine Satelliten liegt bei 100 bis 120 Hz. Zudem lässt sich mit einem parametrischen Equalizer das Dröhnen gezielt bekämpfen. Senken Sie den Frequenzbereich zwischen 120 Hz und 160 Hz schmalbandig um einige Dezibel ab. Dies nimmt dem Klang die unangenehme Aufdringlichkeit, ohne das Bassfundament zu schwächen.