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Wie man den Kehrbesen bei verschiedenen Schmutzarten richtig einsetzt

Effizient kehren ohne Staub aufzuwirbeln: Erfahren Sie, wie Sie Besenart und Kehrtechnik optimal an jede Schmutzart anpassen.

Wie man den Kehrbesen bei verschiedenen Schmutzarten richtig einsetzt

Das Kehren von Böden ist eine der grundlegendsten Haushaltsaufgaben, doch erst die richtige Technik und die passende Borstenstruktur sorgen für rückstandsfreie Sauberkeit ohne Staubaufwirbelung.

Die Physik des Kehrens: Warum Borstentyp und Winkel entscheidend sind

Die Effizienz beim Kehren hängt direkt von der Reibung, der statischen Aufladung und der Flexibilität der Borsten ab. Feine, weiche Naturborsten (wie Rosshaar) besitzen mikroskopisch kleine Schuppen, die Feinstaub binden, anstatt ihn nur vor sich herizuschieben. Synthetische Borsten hingegen laden sich durch die Reibung auf dem Boden elektrostatisch auf. Dies ist vorteilhaft für Tierhaare und Wollmäuse, führt bei feiner Asche oder Mehl jedoch dazu, dass die Partikel unkontrolliert aufgewirbelt werden und sich auf Möbeln absetzen. Der Anstellwinkel des Besens sollte stets flach gehalten werden, um die gesamte Kontaktfläche der Borstenspitzen zu nutzen und ein Zurückfedern, das Schmutzpartikel wegschleudert, zu verhindern.

Feinstaub, Mehl und trockene Pulver rückstandslos aufnehmen

Bei sehr feinen Partikeln ist die Vermeidung von Staubentwicklung das oberste Gebot. Verwenden Sie hierzu einen Besen mit extrem dichten, geschlitzten Synthetikborsten oder weichem Naturhaar.

  • Die Zieh-Methode: Schieben Sie den Besen nicht mit Schwung nach vorne. Setzen Sie den Besenkopf stattdessen ein Stück hinter dem Schmutz an und ziehen Sie ihn mit konstantem, leichtem Druck zu sich heran. Das verhindert, dass Luftwirbel den Staub in die Raumluft tragen.
  • Der Feuchtigkeitstrick: Bei extremen Staubmengen, wie nach Renovierungsarbeiten, hilft ein physikalischer Trick. Sprühen Sie einen feinen Wassernebel knapp über den Boden oder feuchten Sie die Borstenspitzen minimal an. Die Wassertropfen binden die feinen Staubpartikel durch Kohäsionskräfte, sodass sie zu größeren, leicht kehrbaren Klumpen agglomerieren.

Grobe Partikel, Erde und Straßenschmutz effizient beseitigen

Gröbere Verschmutzungen wie Sand, kleine Steine oder trockene Erde erfordern mechanischen Widerstand. Weiche Borsten biegen sich hierbei zu stark durch und gleiten wirkungslos über den Schmutz hinweg. Verwenden Sie für diese Arbeiten einen Besen mit härteren, dickeren Borsten (wie Kokosfasern oder feste Kunststoffe).

  • Die Stoß-Methode: Hier ist das Schieben des Besens effektiver als das Ziehen. Führen Sie den Besen in kurzen, kontrollierten Stößen nach vorne. Halten Sie den Besen am Ende jeder Bewegung kurz an, anstatt ihn ruckartig anzuheben, damit die aufgesammelten Steinchen nicht durch die Eigenelastizität der Borsten weggeschleudert werden.
  • Trennung nach Korngröße: Kehren Sie grobe Steine immer zuerst auf, bevor Sie sich dem feineren Staub widmen, da grober Schmutz die feinen Borstenzwischenräume blockiert und die Effizienz des Besens mindert.

Haare und Fussel von glatten Böden entfernen

Tierhaare und Textilfasern haften durch statische Aufladung oft hartnäckig am Boden. Hier nutzt man gezielt die Elektrostatik aus.

  • Gummi- und Silikonborsten nutzen: Ein Gummibesen erzeugt beim Ziehen über glatte Oberflächen wie Fliesen oder Vinyl eine hohe Reibung. Dadurch werden Haare regelrecht elektrostatisch angezogen und formen sich zu leicht greifbaren Rollen, ohne dass sie in der Luft schweben.
  • Reinigung des Arbeitsgeräts: Befreien Sie die Borsten regelmäßig während des Kehrens vom angesammelten Flaum, da verstopfte Borsten keinen direkten Kontakt mehr zum Boden herstellen können und den Schmutz nur noch verschmieren.
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16.08.2026
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