Rutschfeste Badewannenmatten bieten Sicherheit beim Duschen und Baden, sind jedoch durch stehendes Wasser und Seifenrückstände extrem anfällig für Schimmel und Bakterienbeläge.
Das Mikroklima unter der Matte verstehen
Die Unterseite einer Badematte aus Gummi oder Kunststoffen wie PVC bietet durch die Saugnäpfe den idealen Nährboden für Mikroorganismen. Feuchtigkeit bleibt in den Hohlräumen gefangen, während Seifenreste, Hautschuppen und Haarfette als Nahrung dienen. Ohne regelmäßige mechanische und chemische Reinigung bildet sich schnell ein rutschiger Biofilm, der die Vorstufe zu schwarzem Schimmel (Aspergillus niger) darstellt. Um diesen Prozess zu unterbrechen, müssen Sie der Matte regelmäßig die Lebensgrundlage entziehen: Feuchtigkeit und organische Rückstände.
Die wöchentliche Grundreinigung mit Sauerstoffbleiche
Chlorhaltige Reiniger greifen oft die Elastizität des Materials an. Nutzen Sie stattdessen die materialschonende und hochwirksame Kraft von Sauerstoffbleiche (Natriumpercarbonat). Dieses zerfällt in Verbindung mit warmem Wasser in Soda und aktiven Sauerstoff, welcher die Zellwände von Pilzsporen oxidativ zerstört.
- Füllen Sie ein ausreichend großes Becken oder die Badewanne mit warmem Wasser (ca. 40 Grad Celsius).
- Geben Sie zwei bis drei Esslöffel reine Sauerstoffbleiche hinzu und rühren Sie das Wasser um, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.
- Legen Sie die Matte hinein, sodass alle Saugnäpfe vollständig unter Wasser sind. Lassen Sie das Bad für mindestens 30 bis 60 Minuten einwirken.
- Nutzen Sie anschließend eine mittelharte Bürste, um die Saugnäpfe und Zwischenräume mechanisch von gelösten Rückständen zu befreien. Arbeiten Sie mit kreisenden Bewegungen, um alle Winkel zu erreichen.
- Spülen Sie die Matte gründlich mit klarem, kaltem Wasser ab.
Maschinenwäsche als zeitsparende Alternative
Viele moderne Antirutschmatten aus hochwertigen Kunststoffen lassen sich problemlos in der Waschmaschine reinigen. Die mechanische Reibung in der Trommel löst Ablagerungen besonders gründlich. Um das Material nicht zu beschädigen und die Trommel zu schonen, sollten Sie die Matte zusammen mit einigen alten Handtüchern waschen. Die Handtücher wirken in der Trommel wie mechanische Reibe- und Polierflächen. Wählen Sie ein Schonprogramm bei maximal 30 bis 40 Grad Celsius und fügen Sie ein mildes Vollwaschmittel hinzu. Verzichten Sie unbedingt auf Weichspüler, da dieser einen feinen Film auf der Matte hinterlässt, der die Rutschfestigkeit verringert und neuen Schimmel nährt.
Die richtige Trocknungstechnik entscheidet
Der häufigste Fehler im Alltag ist das Liegenlassen der nassen Matte in der Badewanne. Nach jeder Benutzung muss die Matte zwingend abgezogen werden. Spülen Sie Seifenreste mit der Handbrause heiß ab und hängen Sie die Matte flach über den Rand der Badewanne oder auf einen Wäscheständer. Die Saugnäpfe sollten dabei nach oben oder außen zeigen, damit das Wasser ungehindert ablaufen kann und die Luft zirkulieren kann. Ein gut belüftetes Badezimmer beschleunigt den Trocknungsprozess und verhindert, dass verbliebene Sporen auskeimen.