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Geschirrspüler für die erste Inbetriebnahme vorbereiten und Programme richtig einstellen

So bereiten Sie Ihren neuen Geschirrspüler mit Salz, Klarspüler und der richtigen Wasserhärte optimal auf den ersten Spülgang vor.

Geschirrspüler für die erste Inbetriebnahme vorbereiten und Programme richtig einstellen

Die erste Inbetriebnahme einer Spülmaschine entscheidet über die langfristige Effizienz des Geräts und verhindert irreversible Kalkablagerungen auf Geschirr und Heizelementen. Durch das präzise Zusammenspiel von Wasserenthärtung, Klarspülerdosierung und der Wahl des ersten Spülgangs legen Sie das Fundament für makellose Reinigungsergebnisse.

Der Ionenaustauscher: Warum Regeneriersalz unverzichtbar ist

Leitungswasser enthält gelöste Calcium- und Magnesiumionen, welche die Wasserhärte bestimmen. Erhitzt sich hartes Wasser im Geschirrspüler, fällt Calciumcarbonat (Kalk) aus, das sich auf den Sprüharmen und dem Heizelement absetzt. Um dies zu verhindern, besitzt jede Spülmaschine einen eingebauten Ionenaustauscher. Dieser Filter ist mit einem speziellen Kunstharz gefüllt, das die Calcium- und Magnesiumionen aus dem einströmenden Wasser aufnimmt und im Gegenzug Natriumionen abgibt. Das Wasser wird dadurch enthärtet.

Dieses Kunstharz verliert jedoch mit der Zeit seine Aufnahmekapazität und muss regeneriert werden. Hier kommt das Regeneriersalz ins Spiel. Es handelt sich dabei um hochreines Natriumchlorid ohne Zusätze wie Jod oder Fluorid, das den Ionenaustauscher spült und mit neuen Natriumionen belädt. Vor dem ersten Start müssen Sie den Salzbehälter, der sich am Boden des Spülraums befindet, zwingend mit etwa einem Liter Leitungswasser füllen, bevor Sie das Salz einrieseln lassen. Das Wasser ist notwendig, damit sich das Salz auflösen und die gesättigte Sole bilden kann, die für die Regeneration benötigt wird. Rühren Sie die Masse vorsichtig um und verschließen Sie den Deckel fest, um ein Eindringen von Spülmittellauge in den Austauscher zu verhindern, da dies das Harz dauerhaft zerstören würde.

Die präzise Bestimmung und Einstellung der Wasserhärte

Damit die Spülmaschine die exakte Menge an Sole für die Regeneration dosiert, muss der lokale Wasserhärtegrad am Gerät einprogrammiert werden. Eine zu niedrige Einstellung führt zu Kalkschleiern auf Gläsern, eine zu hohe Einstellung verbraucht unnötig viel Salz und kann im Extremfall zu Glaskorrosion durch zu weiches Wasser führen. Den genauen Härtegrad in Grad deutscher Härte (dH) oder Millimol pro Liter erfahren Sie bei Ihrem lokalen Wasserversorger oder über Teststreifen. Die Programmierung erfolgt je nach Modell über das digitale Bedienfeld oder eine Tastenkombination gemäß der Betriebsanleitung.

Klarspüler und das Prinzip der Oberflächenspannung

Während das Spülmittel für das Lösen von Schmutz zuständig ist, sorgt der Klarspüler für ein streifenfreies Trocknungsergebnis. Er wird im letzten Spülgang (dem Klarspülen) dem warmen Wasser beigemischt. Klarspüler enthält nichtionische Tenside, welche die Oberflächenspannung des Wassers drastisch herabsetzen. Anstatt Tropfen zu bilden, die beim Trocknen Ränder hinterlassen, breitet sich das Wasser als hauchdünner Film auf den Oberflächen aus und fließt gleichmäßig ab. Füllen Sie die Klarspülerkammer in der Tür auf, bis die optische Anzeige Dunkelheit signalisiert. Die Standarddosierung (meist Stufe 3 oder 4) kann später angepasst werden: Bleiben graue Wassertropfen zurück, muss die Dosierung erhöht werden; zeigen sich bläuliche Schlieren, ist sie zu hoch eingestellt.

Der erste Spülgang: Entfernung von Produktionsrückständen

Vor dem ersten echten Abwasch muss die Maschine einen kompletten Leerlauf absolvieren. Bei der Herstellung im Werk verbleiben oft minimale Rückstände wie Fette, Maschinenöle oder Staub im System. Wählen Sie für diesen ersten Durchlauf ein Intensivprogramm mit einer Temperatur von mindestens 60 bis 65 Grad Celsius und geben Sie eine normale Dosis Spülmittelpulver oder einen Tab in die Dosierkammer. Die hohe Temperatur ist essenziell, um industrielle Fettfilme effektiv zu emulgieren und aus den Rohrleitungen zu spülen. Zudem wird durch diesen ersten Heißgang das Dichtungssystem der Maschine thermisch aktiviert und auf absolute Dichtigkeit geprüft.

Die Logik der Programmauswahl verstehen

Moderne Spülmaschinen arbeiten nach dem Sinnerschen Kreis, der die vier Faktoren Zeit, Temperatur, Chemie und Mechanik kombiniert. Wenn Sie Programme wählen, verändern Sie das Verhältnis dieser Faktoren:

  • Eco-Programm (Sparprogramm): Dieses Programm läuft meist am längsten (oft über drei Stunden), arbeitet aber mit niedrigen Temperaturen (ca. 50 Grad). Die lange Einwirkzeit kompensiert die geringere Hitze, wodurch extrem viel Energie beim Aufheizen gespart wird. Es ist das effizienteste Programm für normal verschmutztes Alltagsgeschirr.
  • Automatik-Programm: Ein Trübungssensor (Optokoppler) misst die Lichtdurchlässigkeit des Wassers im ersten Spülgang. Ist das Wasser sauber, verkürzt die Maschine die Laufzeit und senkt die Temperatur. Bei starker Trübung wird der Prozess intensiviert.
  • Intensiv-Programm: Mit Temperaturen um die 70 Grad und hohem Wasserdruck ist dieses Programm für verkrustete Töpfe gedacht. Die Hitze spaltet Proteine und verflüssigt hartnäckige Fette.